STOP! – Krieg dem inneren Schweinehund

Im Grunde dreht es sich in meinem Blog hauptsächlich um drei große Themen: Videospiele, Comics/Serien und wie man am Besten die Zeit tot schlägt; mit ein paar Ausnahmen, versteht sich. Das folgende Thema ist jedoch für mich persönlich äußerst wichtig und steht schon lange auf der „Hast du zu schreiben“-Liste. Das Problem ist nur, dass ich seit einiger Zeit an akuter Schreibfaulheit leide. Oder was heißt leide? Vielmehr bin ich nicht mehr wirklich dazu in der Lage, Artikel zu Themen noch so formuliert auf das Papier zu bringen, wie ich es noch vor zwei Jahren getan habe. Klingt ein bisschen wie eine kleine weinerliche Mimi-Mimi-Alles-ist-Kacke-Aussage, aber naja … es ist faktisch war.

Doch manchmal habe ich meine lichten Momente, die ich dann auch ausnutzen muss! Andernfalls würde dieser Blog nur noch aus weißen bzw. leeren Seiten bestehen oder Monate lang nicht aktualisiert werden. Und was gäbe es für einen passenderen Grund über ein solches Thema zu schreiben, als es selbst zum Thema zu nehmen: Der verdammte innere Schweinehund.

Jeder kennt ihn, jeder hasst ihn. Hier gibt es keine zwei Meinungen. Das fängt schon bei den kleinsten Sachen an. Nein, heute Abend gebe ich mir nicht die Kante, nein ich bleibe standhaft. Und was ist? Am Ende ist man doch wieder derjenige, der dem DJ aufs Pult kotzt und anschließend von der Bouncer-Crew an allen vier Extremitäten gepackt auf unsanfte Art und Weiße aus der Disco „befördert“ wird. Ein weiteres Beispiel und für manche das beste zugleich ist der Sport. Gott, wenn ich für jeden Vorsatz für ein neues Jahr auf der Welt, betreffend dem Thema Abnehmen, einen Euro kassiert hätte, wäre ich jetzt Multimilliarden und würde auf den Bahamas eine Margherita nach der anderen schlürfen. Ich selbst bin hier keine Ausnahme. Jedes Jahre versuche ich mir zu sagen „So Junge,  jetzt behältst mal deinen Hunger für dich und isst anstatt ’nem Wienerschnitzel einen Salat“ Und was ist? Schnitzel ist. Bullshit!

Das Dumme an der Ganzen Sache ist ja, dass die meisten Menschen, ich eingeschlossen, das ja ganz genau wissen und selbst noch kurz vor dem Verletzen der eigens aufgelegten „Regeln“ daran denken. Dennoch ist es uns scheinbar egal und wir greifen einfach munter drauf los zu. Oder trinken oder was zur Hölle auch immer. Das Beste ist ja natürlich die anschließende Einsicht. Ja, morgen mache ich alles besser! Morgen nehme ich wirklich ab. Einen Scheisdreck macht man. Es ist jedes Mal der Gleiche Mist.

Grundsätzlich gibt es nur zwei Möglichkeiten: Entweder bekommt man irgendwann seinen Arsch in die Höhe, oder man versauert in einem Strudel aus den ewig gleichbleibenden und dahergesabbelten Änderungsplänen. Das schwere daran, und ich wiederhole mich zum gefühlt zehn-tausendsten Mal, ist diese ewige Rotation irgendwie zu entkommen. Ich weiß wovon ich spreche!

Als Beispiel: Bei mir selbst war es zwei Mal das Ende einer Beziehung, nach der ich mir vorgenommen hatte, den eigenen „Astralkörper“ auf Vordermann zu bringen. Und tatsächlich wurde die Cause Körper ein voller Erfolg. Beim ersten Mal habe ich 25 Kilo abgenommen. Beim zweiten Mal 20 Kilo. Dumm nur, dass ich es nie durchgezogen habe. Woran mag das wohl liegen? Zum einen, weil ich mich immer eingeengt gefühlt habe. Ich musste auf viele, viele Sachen verzichten, um das zu erreichen was ich wollte. Weder Alkohol, Lauge (Adé, du schöne Frühstücksbrezn) noch meine heiß geliebten Pizzen standen in dieser Zeit auf dem Speiseplan. Es mag zwar Gesund gewesen sein, schön und gut, aber mir fehlte einfach irgendwas. Tja, und so kam’s wie es kommen musste und das eben Weg-trainierte wurde wieder mit dem Versprechen „Ja, das geht ja wieder weg, trainiere ich halt nächste Woche wieder ein paar Stunden mehr … oh Apfelkuchen“ heruntergespielt. Ergo: Einen Scheisdreck habe ich gemacht.

Und jetzt, gefühlt 10000 Kilo schwerer als die Wage anzeigt, bin ich zum Schluss gekommen, dass sich etwas ändern muss. Nein, es ist keine Beziehung daran Schuld. Vielmehr ein … hm … sagen wir mal, mir erschien Jesus im Schlaf, mit einer Gitarre in der Hand und das Lied singend „Hey du, beweg deinen Arsch. Das hat doch keinen Sinn“. Quatsch. Nein, ernsthaft wurde mir meine Misere einfach von jetzt auf gleich bewusst. Einfach so. Woran das liegt? Fragt mich doch nicht!

Auf jeden Fall möchte ich … nein WILL und MUSS ich etwas ändern. Und wenn es nur mit den kleinsten Dingen geschieht. Dabei werde ich jedoch auf nichts verzichten, jedoch die Menge reduzieren und etwas mehr auf den ganzen ungesunden Dreck achten. Glücklicherweise mache ich ohnehin schon einen großen Bogen um das „Goldene M“ und so’n Königs-Burger-Laden. Und so weiter und so fort.

Ich hoffe nicht, dass wir uns in ein paar Wochen oder Monaten hier an der gleichen Stelle erneut über den Weg laufen. Viel eher fände ich es absolut dufte, wenn du oder Sie über einen anderen Artikel stolpern würden, in dem ich von kleinen und großen Erfolgen berichten kann. Schlussendlich hängt das Ganze ja von mir ab … leider.

Florian Merz Verfasst von:

Florian rühmt sich damit, der größte Schwarzenegger-Fan der bekannten Welt zu sein und kennt sich auch so ganz gut mit Filmen, Serien und ganz besonders Videospielen aus. Arbeitet als Sales & Project Manager in Berlin; gibt sich hier auf dem Blog aber ganz privat die Ehre.

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