Bloody Diary – Bloodborn

Liebes Tagebuch,

seit heute bin ich endlich (wieder) stolzer Besitzer einer PlayStation 4. Als großer, wenn nicht gar der weltgrößte Fan und Spieler von Demon’s Souls, habe ich mir diesen Zeitpunkt schon lange sehnlichst erträumt. Nun endlich bin ich dazu in der Lage Bloodborn zu spielen. Und weil es sich innerhalb des Spiels um Jäger dreht, möchte ich nun ein kleines Jägertagebuch führen und dir darüber berichten, was mich alles in den verwinkelten Gassen von Yharnam erwartet hat.

Nachdem ich in einem unheimlichen Traum von bösartigen Wesen attackiert wurde, wachte ich in einem verlassenen Raum auf. Ich war allein und nirgends schien Hilfe. Unbewaffnet machte ich mich auf den Weg, mir selbst einen Ausgang zu suchen. In der Nähe sah ich eine Tür, sie war fest verschlossen. Doch nach beherzte Ziehen, gab das morsche Holz nach und ich trat in einen Raum. Dieser war völlig übersät mit verbrauchten Blutbeuteln und Leichenteilen. Mir stockte der Atem, denn bereits nach wenigen Metern, die ich in den Raum machte, erblickte ich, was wohl zumindest für die Leichenteile verantwortlich war. Ein in Blut getränkter Wolf, oder zumindest das, was von ihm übrig geblieben ist, schob sich schmatzend in meinen Blickfeld. Es schien mich zu wittern, den kaum hatte ich nur einen Schritt nach hinten getan, drehte sich der Kopf der Bestie in meine Richtung und begann sogleich auf mich zuzustürmen. Dabei verfolgte das Monstrum keine Strategie; instinktiv schlug es nach allem, was nach neuem Futter aussah oder sein konnte. Ich rollte aus seinem Angriffsbereich, versuchte den tödlichen Krallen eins ums andere auszuweichen … doch vergeblich. Nach wenigen Minuten hatte mich das Wesen in die Enge gedrängt, hob eine Pranke und …

Das nächste, was ich wahrnahm war der süßlich bittere Geruch von Erde. Von bestimmter Erde: Graberde. Ich schlug die Augen auf und fand mich unbeschadet auf einem Friedhof wieder, wenn auch einem doch sehr seltsam anmutenden. Überall befanden sich von Kerzenschein hell erleuchtete Grabsteine, doch nirgends war jemand zu sehen. Nur auf einem Hügel, ganz in der Nähe meiner Position, befand sich ein Haus, in dem zumindest theoretisch jemand leben konnte. Ich rappelte mich auf, klopfte mir die Hose sauber und wunderte mich noch immer darüber, warum keine Spuren der tödlichen Krallen auf meinem Körper zu finden sind. Auf dem Weg zum Friedhofshaus erblickte ich eine silberne Suppe auf dem Boden. Oder vielleicht eine Art Nebel? Bis heute weiß ich nicht genau, was das eigentlich war, aber als ich näher trat, schoben sich plötzlich kleine weiße Skelettkreaturen aus dem Boden und reckten mir eine Waffe entgegen. Ungläubig blickte ich die Missgestalten an, wusste nicht so recht was ich damit tun soll. Nach einigen Minuten griff ich jedoch und wenn auch zögerlich meine Hand nach der Waffe aus. Es war eine Sägenbeil, eine der berühmten Waffe der Jäger. Tatsächlich habe ich selbst bereits solche Waffen in der Vergangenheit geführt, war in den letzten Jahren jedoch auf die Kriegsaxt der Jäger umgestiegen. Als ich die Waffe betrachtete, verschwanden die Kreaturen wieder dahin wo sie hergekommen sind. Noch immer verwundert über das eben erlebte, stolperte ich einige Schritte weiter wieder über einen ähnlichen Haufen an Wesen, die mir dieses Mal eine Jägerpistole entgegenhielten. Dieses Mal zögerte ich keine Sekunde, nahm die Waffe direkt an mich und ging weiter in Richtung des Gebäudes. An diesem angekommen, versuchte ich vergeblich die Türen zu öffnen. Ich musste sehr zu meinem Leidwesen feststellen, dass sie von innen abgeschlossen waren. Verflucht.

Aus dem Augenwinkel schob sich langsam ein immer stärker werdender Kerzenschein in mein Blickfeld. Ich trat näher an das Grab heran. Aus irgendeinem Grund hatte ich das dringende Bedürfnis, den Stein zu berühren. Ohne dass ich so richtig erklären konnte warum, bewegte sich meine Hand auf das Grabmal zu. Ich wollte mich noch selbst zurückhalten, war jedoch nicht dazu in der Lage. Mit fast schon panischer Angst berührte meine fremdgeleitete Hand schlussendlich den Stein und die Welt vor meinen Augen begann sich zu verändern …

Florian Merz Verfasst von:

Florian rühmt sich damit, der größte Schwarzenegger-Fan der bekannten Welt zu sein und kennt sich auch so ganz gut mit Filmen, Serien und ganz besonders Videospielen aus. Arbeitet als Sales & Project Manager in Berlin; gibt sich hier auf dem Blog aber ganz privat die Ehre.

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