Borderlands: The Handsome Collection (Xbox One)

BANG! BOOM! BANG! – bricht man Borderlands auf sein Hauptaspekte herunter, bleiben einem der Humor und die schier endlose Anzahl an Ballermännern im Kopf haften. Kaum ein anderes Spiel bietet eine gelungenere Mischung aus Witz, Charm und der zerstörerischen Feuerkraft von mehr als 20 Trillionen Schusswaffen. Nicht zuletzt aufgrund dieser Tatsache und wegen der Millionen Fans weltweit, entschied sich Entwickler Gearbox Borderlands 2 sowie der jüngste Spross der Familie, Borderlands: The Pre-Sequel, zusammen auf eine Disc zu packen und als The Handsome Collection für die aktuelle Konsolengeneration erneut zu veröffentlichen … aber was ist mit dem ersten Borderlands?

Tja, genau das habe ich mich auch gefragt, als ich mich das erste Mal ausführlicher mit der Handsome Collection auseinandergesetzt habe. Natürlich sind Borderlands 2 sowie das Pre-Sequel tolle Spiele, dennoch wäre es alleine für die Geschichte und Kontinuität von dieser durchaus sinnvoll gewesen, auch den ersten Teil der ikonischen Shooter-Serie mit auf die Blu-ray zu packen. Doch auch wenn dies leider nun nicht der Fall ist, so dürfen sich die Fans zumindest über jede Menge zusätzlichen Inhalt für die beiden vorhandenen Shooter freuen. Gearbox ließ es sich nicht nehmen, jeden bis dato veröffentlichten Downloadcontent für Borderlands 2 wie auch das Pre-Sequel auf die Scheibe zu pressen. Einzig die nun in Zukunft erscheinenden Inhalte müssen die Spieler von Hand beziehungsweise separat aus dem Netz saugen, was unter Umständen und aufgrund der hohen Datenmenge doch etwas Zeit in Anspruch nehmen kann.

An der Geschichte beider Spiele hat sich nichts geändert und soll hier an dieser Stelle auch nicht großartig erläutert werden. Während man als neuer Kammerjäger in Borderlands 2 gegen Handsome Jack in den Kampf zieht, hilft man diesem in Borderlands: The Pre-Sequel wiederum an die Firmen-Spitze von Waffenhersteller Hyperion zu gelangen. Das Ganze geht in bester Ego-Shooter-Manier über die Bühne, garniert mit Rollenspiel-Elementen wie Skilltrees à la World of Warcraft und einer ganzen Schatztruhe an Loot. Ach was sag ich: Wie 100.000.000 Truhen voller Schätze (Zahl basiert auf einer Schätzung).

Der Hauptaugenmerk eines „Remakes“ liegt jedoch auf den optischen Inhalten. Und da liegt hier etwas der Hund begraben. Also so halb. Während bereits in den Originalversionen die Spiele dank dem Cell-Shading-Looks sehr ansprechend und vor allem zeitlos rüberkamen, bleibt es auch bei der Handsome Collection so. Aber leider nicht mehr. Grafik-Details, die bereits in der PS3- oder Xbox-360-Fassung super aussahen, sehen auch auf der Xbox One oder PlayStation 4 super aus. Was schlecht aussah, wurde auch auf die neue Konsolengeneration mit übernommen. Es fühlt sich also mehr wie ein Spiel an, bei dem rein an der Auflösung herumgeschraubt wurde, denn den gesamten Texturen. Das ist ein wenig ärgerlich, wenn man bedenkt, wozu die neuen Konsolen alles imstande sind zu leisten.

Zumindest in Sachen Couch-Coop hat sich etwas getan. Denn hier wurden die bereits in den ursprünglichen Versionen vorhandenen Spielmodi für Internetverweigerer noch freundlicher gestaltet. Anstatt mir lediglich zwei Spielern vor der Kiste zu zocken, können ab sofort vier Jungs und Mädels gemeinsam auf einem Screen auf die Jagd nach Handsome Jack gehen. Oder ihm unter die Arme greifen. Je nach Spiel … ach ihr wisst schon, was ich meine!

Also. Wer Borderlands im Allgemeinen geil findet und auch auf der Xbox One oder PlayStation 4 nicht auf die Mischung aus Ballerei und dämlicher Claptrap-Sprüche verzichten möchte, kann hier durchaus zuschlagen. Alleine schon der Umfang spricht Bände und dürfte nicht so schnell von irgendeinem anderen Spiel übertroffen werden („Dark Souls II: Scholar of the first Sin hat nur drei(!) DLCs … haha!“ Handsome Jack).

Florian Merz Verfasst von:

Florian rühmt sich damit, der größte Schwarzenegger-Fan der bekannten Welt zu sein und kennt sich auch so ganz gut mit Filmen, Serien und ganz besonders Videospielen aus. Arbeitet als Sales & Project Manager in Berlin; gibt sich hier auf dem Blog aber ganz privat die Ehre.

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