Castlevania (Netflix)

In der guten alten Zeit, als Konami noch richtig dolle Spiele veröffentlichte, war Castlevania einer ihrer Vorzeigeserien. Jahrelang auf Nintendo-Konsolen beheimatet, gab’s die meist Peitschenschwingende Abenteuersause später auch auf PlayStation, Xbox und PC zu finden. Doch seit der Veröffentlichung von Castlevania: Symphony of the Night wurde es ruhiger um die Serie. Klar, hin und wieder kam ein Titel auf den Markt- besonders der erste Teil der Lords of Shadow-Reihe konnte einige Achtungserfolge verbuchen – dennoch verschwand seither Castlevania mehr und mehr aus dem Licht der Öffentlichkeit – bis heute! Schon vor Monaten geisterte die Nachricht durchs Netz, Netflix plane die Veröffentlichung einer Castlevania-Anime-Serie. Und siehe da, heute war es soweit.

Thematisch dreht sich Serie um die Beginne Draculas, wie es zu seinem Zorn auf die Menschheit gekommen ist und natürlich den Belmonts, in dieser Zeitlinie repräsentiert von Trevor Belmont, hauptsächlich bekannt aus dem NES-Klassiker Castlevania III: Dracula’s Curse. Ehe jedoch auch nur ein erster Peitschenhieb erfolgt, bekommt man als Zuschauer die Origin-Story von Dracula präsentiert. Dieser zeigte sich in den ersten Minuten weniger als das gefürchtete von Bram Stocker geschaffene Vampirungeheuer, sondern eher als ein in die Jahre gekommener alter Mann, der vom Leben ein wenig die Schnauze voll hatte. Doch selbst der König aller Vampire ist vor der Liebe nicht gefeit, als er zum ersten mal auf die junge Menschenfrau Lisa trifft. Doch wie es mit dem Glück so manchmal ist, vermag dieses im Gegensatz zu Draculas Unsterblichkeit nicht ewig anzudauern. So passiert das, was im finsteren Mittelalter zu Hauf passierte – die Kirche vermutete in Lisa eine Hexe und verfrachtete sie auf den Scheiterhaufen.

Trotz des nahenden Todes, beschwor sie Dracula, er solle besser sein als die Menschen und Gnade walten lassen. Da er jedoch nicht zugegen gewesen ist, und erst nach seiner Ankunft vom Tode seiner Frau erfuhr … entlud sich sein ganzer über Jahrhunderte angestauter Zorn. Er gab den Menschen ein Jahr Gnadenfrist, ehe er wiederkommen werde, um jeden einzelnen von Ihnen aus dem Leben zu tilgen. Fortan wird die Menschheit von den Mächten des Bösen heimgesucht und nur wenige wagen es sich dagegen zur Wehr zu setzen. Einer davon: Trevor Belmont. Seines Zeichens der letzte Nachfahre der berühmt berüchtigten Belmont Familie, einem Clan von Vampirjägern.

Wenngleich die erste Staffel der schlicht als „Castlevania“ titulierten Serie lediglich über vier Folgen verfügt, so wurde bereits am Tag der Veröffentlichung eine zweite Staffel bestätigt bzw. in Auftrag gegeben. Wer sich also voller Vorfreude in die bis zu etwas mehr als einer Stunde dauernden Peitschenparade stürzen möchte, kann sich also schon jetzt über zukünftige Episoden freuen. Ich persönlich war sehr angetan von dem Ganzen. Allgemein spielt mir die Serie in die Hände, da ich ohnehin empfänglich für Anime-Serien bin. Auch mit Castlevania kann ich einiges anfangen, da ich erst vor knapp einem Jahr zum ersten Mal in meinem Leben Symphony of the Night durchgespielt hatte. Die Erinnerungen an die Reihe waren noch recht frisch, wenn auch für die Serie nicht Richter Belmont, sondern Trevor Belmont als Held auserkoren wurde. Die Animation finde ich auch echt gelungen. Teilweise mit extremen Farbüberlagerungen und steifen Bewegungen, erinnerte mich das Ganze optisch ein wenig an Hellsing; auch die Thematik ist ja ziemlich ähnlich. Wer etwas mit Castlevania und Animes anfangen kann, sollte auf jeden Fall reinschauen. Kurz und knapp: Gute Serie – Empfehlung.

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