Ein Ramen (ラーメン) in Berlin

Neben meiner Faszination für Japan an sich, bin ich auch ein großer Freund der landestypischen Speisen. Besonders Sushi hatte sich in der Vergangenheit als geschmacklicher Vertreter Japans hierzulande etabliert. Aber auch andere Lebensmittel, wie zum Beispiel Myso-Suppe, Beef Bowls, Chicken Teriyaki oder der titelgebende Ramen (jap. ラーメン – Eine mit verschiedenen Zutaten zubereitete Nudelsuppe) stehen hoch im Kurs der hiesigen Feinschmeckerschaft. Nudelsuppen gelten als besonders „Farbenreich“ und bedienen mit einer schier endlosen inhaltlichen Varianz die unterschiedlichsten Gaumen und Geschmäcker. In den vergangenen Tagen und Wochen habe ich mir den einen oder anderen Ramen gegönnt und möchte euch darüber berichten, wo ihr in Berlin einen fantastischen Ramen bekommen könnt.

Auch wenn es noch unzählige andere Ramen– und japanische Restaurants in Berlin gibt; mein Bericht stützt sich alleine auf einen (oder mehreren) Besuch des „Marubi Ramen“-Restaurants. Dieses liegt unweit der U-Bahn-Station „Senefelder Platz“ und ist somit gerade einmal wenige Meter vom Alexanderplatz entfernt – entsprechend gut zu Fuß oder mit der Bahn erreichbar. Neben den verschiedenen Ramen stehen auch zahlreiche andere, für Japan und den asiatischen Raum typische Köstlichkeiten auf der Speisekarte: Gyoza (jap. 餃子 – Teigtaschen, gefüllt mit Fleisch und Gemüse), Kimchi (kor. 김치 – Chinakohlblätter, die auf bestimmte Art und Weise zubereitet werden), Wakame (jap. 若布 – Eine marine Braunalgenart) oder auch die besonders bei Gruppen und Biertrinkern beliebten Edamame (jap. 枝豆 – Eine Bohnenhülse, in der die Bohnen noch enthalten sind).

Edamame
Bier aus Sapporo
Ein Löffel Nudelsuppe

Ich für meinen Teil bin ein wenig festgefahren, was meine Auswahl an Speisen betrifft. Egal, zu welchem Zeitpunkt es mich in das Marubi verschlagen hatte, stets stand für mich fest: Es muss der Beef-Ramen sein. Dieser faszinierte mich von Anfang an und dürfte neben der Pizza Salami – ebenfalls ein zeitloser Klassiker – meine erste Wahl werden, zumindest wenn es um das Thema Ramen geht. Der Beef-Ramen kommt mit einer Vielzahl an unterschiedlichen Zutaten daher: Neben dem Rindfleisch warten Kimchi, Bambus- und Sojasprossen, Wakame, eine Seetangplatte, ein halbes Ei und Sesam (scharf) darauf verspeist zu werden. Als Fan scharfer Lebensmittel empfinde ich diesen Ramen als sehr moderat, bin aber der Meinung, dass die leichte Schärfe den Gesamtgeschmack mit einer guten Note abrundet. Die restlichen Zutaten harmonieren in einer Art und Weise, sodass keine davon bei einem Löffel Suppe explizit hervorsticht, abgesehen von dem allgegenwärtigen Fischgeschmack. Als Getränk eignet sich das klassische Asahi-Bier oder wahlweise auch eine Flasche aus Sapporo, welches mir persönlich mittlerweile besser mundet. Für alle alkoholfreien Ramen-Genießer ist sowohl ein Yasmin- als auch ein Grüner Tee zu empfehlen. Geheimtipp als Dessert: Das „Grüner Tee Eis“ ist eine Wucht und wird mit einem Holzlöffel serviert.

Von mir bekommt das Marubi eine deutliche Empfehlung ausgesprochen. Neben den Speisen ist auch der Service und die Freundlichkeit der Angestellten einwandfrei und man wird stets mit einem Lächeln auf den Lippen aus dem Restaurant verabschiedet. Als Bonus obendrauf: Im Restaurant selbst bekommt man als Gast einen gewissen Einblick in die Küche, da diese direkt an den Speiseraum angrenzt.

In Zukunft werde ich natürlich weitere japanische und asiatische Restaurants in Berlin besuchen und aufsuchen. Besonders das Buch Japan in Berlin, welches mir eine gute Freundin empfohlen hatte, wird mir dabei äußerst nützlich und behilflich sein.

Das Marubi findet ihr hier:

Florian Merz Verfasst von:

Florian rühmt sich damit, der größte Schwarzenegger-Fan der bekannten Welt zu sein und kennt sich auch so ganz gut mit Filmen, Serien und ganz besonders Videospielen aus. Arbeitet als Sales & Project Manager in Berlin; gibt sich hier auf dem Blog aber ganz privat die Ehre.

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