Infestation – Survivors Stories

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Seit der Veröffentlichung von DayZ schießen Nachahmer ohne Ende aus dem Boden. Kaum verwunderlich! Serien wie The Walking Dead, Zombie und Resident Evil halten uns die Zombie-Apokalypse ohne Pause vor die Augen. Da ich selbst großer Freund von solchen Filmen, Serien wie auch Spielen bin, habe ich vor einigen Jahren ein paar Euronen in die Finanzierung des Spiels WarZ investiert. Nach einem Rechtsstreit heißt das Ding nun Infestation – Survivors Stories und bietet so ziemlich die schlimmste Spielgemeinde, die ich in einem MMO jemals erlebt habe.

Einige behaupten ja, dass Spiele wie League of Legends oder DotA 2 beschissene Communities besitzen. Doch im Gegensatz zu Infestation sind diese ein Witz! Wie in DayZ übernimmt man als Spieler die Rolle von einem der letzten Überlebenden der Zombie-Apokalypse und muss versuchen, so lange wie möglich am Leben zu bleiben. Doch das ist leichter gesagt als getan. Während in früheren Versionen dieses „Machwerks“ die Zombies noch unmöglich zu töten waren, sind diese mittlerweile fast schon handzahm geworden und können unter Zuhilfenahme einer Brechstange, Axt oder Gewehrs endgültig das Zeitliche segnen. Überhaupt sind Zombies nur das Beiwerk und liefern den Hintergrund für die eigentliche „Geschichte“, insofern man hier eine sehen möchte.

Im Mittelpunkt steht die Interaktion der Spieler untereinander … sollte man meinen. Denn im Gegensatz zu DayZ, bei dem Spieler tatsächlich miteinander reden, handeln und gelegentlich aufeinander schießen(!), gilt in Infestation stets das Gesetzt des Stärkeren. Ich weiß nicht wie viele Stunden ich mittlerweile im Spiel verbracht habe, aber nicht ein einziges Mal habe ich eine Gruppe gegründet und bin mit anderen Leuten auf die Suche nach Lebensmitteln, Medikamenten und Waffen gegangen. Jedes verdammte Mal, sobald ich auch nur Ansatzweise in die Nähe eines anderen Spielers gelangte, wurde mir eine Packung Blei in den Leib gejagt.

Trotzdem versuchte ich immer wieder nett zu sein, wollte die Hoffnung auf „die guten Spieler“ nicht aufgeben. Fehlanzeige. Hier achtet jeder nur auf sich. Zum Beispiel beim letzten Spieldurchlauf, wurde ein anderer Spieler von vier, fünf Zombies verfolgt. Zuvor bin ich in den Besitz mehrer Schusswaffen gelangt und habe, so nett wie ich eben verdammt nochmal bin, den Typen von seinen Verfolgern befreit. Im Chat bedankte sich dieser daraufhin und ich gab ihm eine meiner Waffen ab. Und was macht der Spieler? Er schnappt sich das Ding, ballert mir eine Kugel in den Kopf, tippt einen hämischen Smiley in das Chatfenster, sammelt meine restlichen Sachen ein und zieht von dannen.

Und so geht es jedes beschissene Mal. Oder noch ein Beispiel. Ich schleiche durch eine Stadt, plätte ein paar Zombies mit einer frisch geborgenen Feuerwehraxt und untersuche ein verlassenes Haus. Plötzlich höre ich Schritte, drehe mich um und sehe einen anderen Spieler. Um nicht direkt erschossen zu werden (haha), packe ich die Axt weg und schreibe in den Chat „FRIENDLY!“. Und was hat es mir gebracht? Richtig, nichts. Wobei das nicht ganz richtig ist. Ich wurde mit einer Kugel in meinem digitalen Schädel belohnt.

Das Dumme ist nur, dass Spiel an sich ist gar nicht so schlecht. Natürlich ist es im Vergleich zu DayZ ein billiger Abklatsch, hat nicht dessen Tiefe, schlechtere Grafik und wie bereits mehrfach erwähnt eine absolut bescheuerte Community beziehungsweise Spielerschaft. Dennoch kann einen diese Zombie-Überlebenstour gerade wegen seines Trash-Faktors einen für sich gewinnen. Und für die 3, 4 Euro hatte man schon bedeutend schlechtere Spiele gekauft.

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