Katerstimmung? Nintendos amiibos heute

Vor über zwei Jahren habe ich einige Zeilen zu Nintendos amiibos verfasst. Zum damaligen Zeitpunkt befand sich die Begeisterungswelle auf ihrem höchsten Stand; jeder wollte die kleinen Plastikfiguren in seinem oder ihrem Besitz wissen. Doch nicht nur aufgrund der Nachfrage der Käufer, sondern auch der relativ limitierten da geringen Produktion der amiibos, schoss der Preis einiger Modelle ins Bodenlose. Teilweise und zeitweise waren einige Figuren für nicht weniger als 90 US-Dollar zu haben, manche für sogar noch mehr, da sie nur in einer bestimmten Handelskette angeboten wurden und selbstverständlich längst ausverkauft waren. Doch wie sieht es heute aus? Ist der Bedarf an den Plastik gewordenen Nintendo-Figuren noch immer vorhanden?

Das erste Mal richtig darüber nachgedacht habe ich vergangene Woche, als ich im Zuge einiger Erledigungen auch den Saturn am Alexanderplatz ansteuerte. Selbstverständlich mache ich stets einen Abstecher in die Videospiel- und Filmabteilung; man könnte schließlich das Schnäppchen seines Lebens finden oder machen. Hier fiel mir recht schnell eine größere „Grabbelkiste“ auf, die bis zum Rand mit unterschiedlichen amiibo-Figuren gefüllt war. Doch im Gegensatz zu noch vor ein paar Wochen befanden sich darin „gute“ und „beliebte“ Figuren: Shulk, Ryu, Roy, Marth, Super Mario in beiden der 30th Anniversary Version und so weiter. Was an sich schon sehr überraschend auf mich wirkte, wurde von dem angegebenen Preis getoppt: Jede Figur – oder die meisten zumindest – wurde für knapp Acht Euro feilgeboten. Bis zum damaligen Zeitpunkt wurden ledigltich unbeliebtere Figuren wie die „Mii“ amiboos zu einer solchen Preisspanne erhältlich.

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Entsprechend groß war meine Verwunderung. Waren die amiibos irrelevant geworden? War mit dem Ende der Wii U zeitgleich auch das Ende der amiibos beschlossen? Zumindest Letzteres wird für Fans der kleinen Figuren-Modelle nicht der Fall sein. Unlängst hatte Nintendo mittgeteilt, dass die amiibos auch von der kommenden Nintendo Switch unterstützt werden. Man kann also davon ausgehen, dass die Figuren eine ähnliche oder sogar fast identische Funktionsweise zugeteilt bekommen, wie es aktuell bei der Wii U und den Handheldgeräte der Fall ist. Doch was ist mit den Preisen?

Tatsächlich und auf Nummer sicher zu gehen, zückte ich mein Smartphone und konsultierte das World Wide Web und Amazon. Recht schnell konnte ich herausfinden, dass die Preise der amiibos stark variieren und stellenweise sich nicht mit den lokal angegebenen vergleichen lassen. Hier fielen mir erstmals auch die neue Legend of Zelda-Reihe auf, die vor einigen Wochen das Angebot erweiterte. Also im Endeffekt war es völlig normal, dass einige Figuren von Zeit zu Zeit für einen günstigeren Preis zu haben sind – der Bedarf der breiten Masse ist gedeckt, jetzt hauen die Märkte die Figuren zum Schnäppchen-Preis raus.

Aber Preis ist auch ein gutes Stichwort: Wie eingangs erwähnt haben zu den Anfangszeiten der amiibos einige Figuren für exorbitante Summen den Besitzer gewechselt. Mittlerweile scheint dies zumindest nicht mehr der Fall zu sein, es sei denn, es dreht sich um eine normale Figur. Stellenweise kann es noch immer passieren, dass Unsummen für amiibos mit Produktionsfehler bezahlt werden, wie es damals mit einer mit zwei Kanonenarmen ausgestatteten Samus Aran-Figur geschah.

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