(No) hard feelings!

Gefühle. Sie sind der Bodensatz des Menschlichen Empfindens, das Ende allen Seins, das Omega zu jeglichem Alpha… und doch das verdammt schönste, was auf der Welt existiert. Es gibt zahlreiche wissenschaftlich fundierte Berichte darüber, wie stark unser Denken und Handeln, ja unser gesamtes Sein durch so etwas schlichtes wie Gefühle beeinflusst werden. Beispielsweise gilt, dass Liebe die ausdrucksstärkste Emotion der menschlichen Rasse ist. Und da mögen diese ganzen Beziehungsberater und Freizeit-Revue-Schreiber vielleicht sogar recht haben.

Liebe ist dazu in der Lage, Menschen entweder vor purer Freude Bäume aus dem Boden reisen zu lassen während sich andere wiederum aufgrund bestimmter Vorkommnisse in Bezug zu diesem speziellen Gefühl ihr eigenes Grab schaufeln, in dass sie sich hineinlegen und selbst zuschütten. Metaphorisch gesprochen … oder? Dabei existieren aber noch zahlreiche andere starke wie unterschiedliche Formen der Art des Befindens, die allesamt nahe beieinander liegen.

Trauer zum Beispiel. Hat man einen geliebten Menschen verloren, versinken Menschen auf die unterschiedlichsten Arten in Trauer. Während eine Person im Hintergrund und eher für sich trauert, können andere Menschen sprichwörtlich nicht mehr an sich halten und lassen den Gefühlen freien Lauf; es wird eine Träne nach der anderen vergossen. Hass wiederum, ist ein starkes, wenn auch negatives Gefühl und wird oftmals als direkte Opposition zur Liebe zu Felde geführt. Wenn man jemanden hasst, kann das genauso intensiv sein oder werden, wie wenn man jemanden liebt.

Gefühle sind schlicht und ergreifend das, was uns Menschen menschlich macht. Egal ob auf eine  negativ oder positiv Art. Warum ich aber gerade jetzt über Gefühle schreibe, hat folgenden Grund:

Im Laufe unseres Lebens machen wir Fehler. Wir fallen hin, stehen auf und wachsen an unseren Misserfolgen. Das gilt nicht nur beruflich, sondern auch für zwischenmenschliche Beziehungen. Von mir kann ich sagen, dass es wirklich nur weniges gibt, was ich im Laufe meines Lebens bereue, gerne ungeschehen machen würde, oder zumindest die Zeit zurückdrehen, um den Verlauf der Dinge zu ändern. Doch leider geht das nicht. Man hat mit den Konsequenzen zu leben. Egal, ob es sich dabei um Ereignisse oder Geschehnisse handelt, die man selbst verursachte, der Auslöser dafür gewesen ist, oder nicht. Die Zeit lässt sich eben nicht zurückdrehen. Das einzige, was wir als Person aus Erlebtem mitnehmen können, sind Gefühle und Erinnerungen. Wir denken in Wonne daran zurück wie etwas gewesen ist, verfallen aber auch gerne in Melancholie, wenn es um schmerzhafte oder traurige Momente der Vergangenheit geht. Egal, ob der Verlust eines nahestehenden Menschen, die Trennung von einem einstmals geliebten Partner oder ähnlichem. Gefühle sind allgegenwärtig, sie leiten uns und werden auch mit uns in den Tod gehen.

Man sollte sich selbst immer ausleben, jedoch dabei auf die Gefühle anderer achten. Doch natürlich ist es wichtig zu wissen, dass man am Ende des Tages mit sich alleine im Reinen sein muss oder sollte, um ein harmonisches Gleichgewicht zu wahren. Und um den Text noch mit etwas poetischem zu beenden, hier ein Auszug aus einem Song der Band Gorrilaz:

Windmill, Windmill for the land.
Turn forever hand in hand
Take it all there on your stride
It is tinking, falling down
Love forever love is free
Let’s turn forever you and me
Windmill, windmill for the land
Is everybody in?

– Gorillaz, Feel Good Inc. (2005, Demon Days)

Bildquelle: http://livingwithadhd.me/facing-your-feelings/

Florian Merz Verfasst von:

Florian rühmt sich damit, der größte Schwarzenegger-Fan der bekannten Welt zu sein und kennt sich auch so ganz gut mit Filmen, Serien und ganz besonders Videospielen aus. Arbeitet als Sales & Project Manager in Berlin; gibt sich hier auf dem Blog aber ganz privat die Ehre.

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