Teenage Mutant Ninja Turtles IV: Turtles in Time (SNES)

Teenage Mutant Ninja Turtles. Generationen von Kindern verbinden unzählige Stunden vor dem Fernsehbildschirm mit den vier Schildkröten. Basierend auf der von Kevin Eastman und Peter Laird erschaffenen Comic-Serie, entwickelte sich ein aus den 80er Jahren heraus weltumspannendes Franchise-Imperium, dass noch heute für leuchtende Kinderaugen sorgt … und leere Geldbeutel bei den Eltern. Neben den Comics, Actionfiguren und TV-Serien, sind mir persönlich besonders die Videospiele in Erinnerung geblieben. Doch während die Games auf dem NES und den Arcade-Automaten nicht in meinem Blickpunkt lagen, haben mir die beiden SNES-Ableger stundenlangen Spielspaß beschert.

Bei Teenage Mutant Hero Turtles: Tournament Fighters drehte es sich um ein Beat’em-up, das über eine überschaubare Anzahl an Charakteren des TMNT-Universum (oder in Deutschland gerne auch Teenage Mutant Hero Turtles – TMHT) verfügt. Es macht durchaus Spaß, ist aber leider nicht Street Fighter II und besitzt keine große Langzeitmotivation. Dies wiederum ist bei Teenage Mutant Hero Turtles IV: Turtles in Time gegeben. Wie im Sturm hat das Spiel mein Herz erobert und sorgt auch heute noch für Begeisterung. Und das, obwohl das Gameplay simpler nicht sein könnte und bereits tausendfach kopiert wurde. Doch wie schon als Kind, sind es die vier Ninja-Turtles, die einen besonderen Reiz auf mich ausüben. Und überhaupt, Ninja Schildkröten. Das ist so absurd, das kann einfach nur super sein!

tmnt_IV_Donatello

In der Rolle von Leonardo, Donatello, Raphael und Michelangelo macht man sich an die Aufgabe, Shredder und Co. das Handwerk zu legen. In der rein als Makulatur dienlichen Hintergrundgeschichte, hat das fiese Gangster-Konsortium um die aus Japan stammende Blechbüchse die Statue of Liberty entführt. Der oder die Spieler schlüpfen nun in die Rolle des Lieblingsturtles und begeben sich in bester Final Fight-Manier auf die Suche nach fiesen Unholden. Die auf dem SNES veröffentlichte Version erlaubte es bis zu zwei Spielern auf die Suche nach der Freiheitsstatue zu gehen, während im unsäglichen Remake von Ubisoft aus dem Jahr 2009 die Zahl der Couch-Coop-Spieler auf 4 erhöht wurde.

Das Spiel atmet und lebt förmlich die bekannten Charaktere der TV-Serie und den Filmen aus den 90ern. Beispielsweise handelt es sich direkt beim ersten Bossgegner um Baxter Stockman, der hier in seiner mutierten Form als Riesenfliege mit einer speziellen Waffe auf den Plan tritt. Die Turtles können diesen und die restlichen Feinde mit einfachen Schlägen oder einer Spezialattacke die Lichter auspusten. Jedoch sei der Zeitpunkt für den Spezialangriff wohlüberlegt, da dieser der mutierten Schildkröte ein paar Lebenspunkte abzieht.

Apropos Lebenspunkte. Auch wenn der Schwierigkeitsgrad im Gegensatz zu den NES- und Arcade-Spielen deutlich entschärft wurde, so sollte man als Spieler stets auf plötzlich auftauchende Feinde oder Hindernisse im Spiel achten. Denn selbst der einfachste Popelgegner aus Level 1 kann unter Umständen zu einer ernsten Bedrohung für Leib und Leben werden. Ist man nur einen Augenblick unachtsam, machen die Schergen Shredders Schildkrötensuppe aus unseren Helden.

Teenage Mutant Ninja Turtles IV: Turtles in Time ist für viele eines, wenn nicht gar das beste Spiel des Super Nintendos. Auch für mich ist es ganz weit vorne in den Top 10 dabei. Wer also schon immer ein wenig in der Vergangenheit stöbern und lohnenswerte Spiele für Nintendos wohl beste Konsole nachholen wollte, sei dieses Spiel durchaus ans Herz gelegt.

In diesem Sinne:

TurtlesInTime-End

Florian Merz Verfasst von:

Florian rühmt sich damit, der größte Schwarzenegger-Fan der bekannten Welt zu sein und kennt sich auch so ganz gut mit Filmen, Serien und ganz besonders Videospielen aus. Arbeitet als Sales & Project Manager in Berlin; gibt sich hier auf dem Blog aber ganz privat die Ehre.

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