Vainglory European Spring Championship 2016

Vainwas? Ja, so ging es mir anfangs auch, als ich vor knapp zwei Jahren durch den Appstore meines Smartphones surfte und über diesen vermeintlichen Grafikblender stolperte. Aus reinem Interesse habe ich mir das als „bestes Mobile Moba“ angepriesene Spiel heruntergeladen und bin seither begeisterter Spieler. Denn tatsächlich schafft es Vainglory die Faszination von League of Legends oder DotA 2 in fast perfekter Manier auf Smartphones und Tablets zu transportieren. Mittlerweile ist das Spiel derart beliebt, dass Entwickler Super Evil Megacorp in regelmäßigen Abständen länderübergreifende Turniere abhält, ja im Grunde abfeiert.

Überhaupt ist das Mobile-Game das bis dato einzige seiner Art, bei dem sich Spieler international miteinander und gegeneinander messen – ein Novum! Und auch in diesem Jahr trifft erneut die europäische Elite aufeinander, um herauszufinden, welches Team sich mit dem Titel als beste Gruppierung Europas brüsken darf.

Wer mit dem Begriff Moba oder MOBA nicht vertraut ist, hier ein kleiner Abriss. Moba/MOBA steht für Multiplayer Online Battle Arena. In einem solchen Spiel stehen sich zwei Teams gegenüber, die auf einer Karte mit verschiedenen Wegen und an verschiedenen Schauplätzen miteinander kämpfen. Jeder Spieler übernimmt dabei die Rolle eines Helden oder Avatars, der bereits vor dem Spielbeginn ausgewählt wird. Jede Figur verfügt über spezielle Eigenschaften und Fähigkeiten.

Beispielsweise ist ein Charakter besonders im Fernkampf effektiv, während ein anderer Held auf kurze Distanz seine Stärken besitzt.  In den meisten Mobas ist es das Ziel, die feindliche Basis zu zerstören und im Gegenzug die eigene vor feindlichen Angriffen zu schützen. Dieses Prinzip verfolgt auch Vainglory, jedoch treten hier maximal drei Spieler in einem Team an. In League of Legends oder DotA 2 sind es für gewöhnlich fünf Personen. Natürlich gibt es noch weitaus komplexere Spielelemente zu beachten wie den Kauf verschiedener Ausrüstungsgegenstände oder der Rolle der Jungler oder Supporter. Aber für den Anfang solltet ihr mit dieser Beschreibung durchaus in der Lage sein, das Grundprinzip des Spiels zu verstehen.

Vainglory-650-2Am Wochenende vom 10.06. bis 12.06. fanden in Berlin die Austragungsspiele der Vainglory European Spring Championship statt. Da ich bis dato noch keinerlei große Berührungspunkte mit einem Event für ein Mobilespiel hatte, geschweige denn wusste, dass es einen derartigen Hype um ein solches Spiel überhaupt gibt, bin ich dann doch sehr positiv überrascht worden. Das Studio war gerammelt voll, zahlreiche Fans aus Berlin, Deutschland allgemein und vielen anderen Ländern feuerten ihre Lieblingsteams an und sorgten mit Beifall und wildem Jubel für eine waschechte Stadionatmosphäre.

Am Ende des dreitägigen Finals standen sich die beiden Teams Team Secret und SNOW Tsunami gegenüber. Beide Mannschaften hatten bereits im Vorfeld und auf dem Weg in die Endrunde dafür gesorgt, dass den Zuschauern äußerst spannende Auseinandersetzungen bevorstehen. Dennoch zeichnete sich schnell ab, dass Team Secret den Sieg ein bisschen mehr wollte und konnte sich am Ende der zwei Duelldurchläufe mit insgesamt 3 zu 1 gewonnen Spielen gegenüber SNOW Tsunami durchsetzen. Den genauen Turnierverlauf findet ihr hier.

Für mich persönlich war es eine spannende Erfahrung zu sehen, wie groß und beliebt ein reines Mobile-Game oder Mobile-Moba werden kann. Gerade die Zugänglichkeit und die ansprechende Optik dürfte dafür sorgen, dass uns auch in Zukunft weitere spannende Matches aus Vainglory ins Hause stehen werden. Falls ihr das Spiel selbst ausprobieren wollt, dann schnappt euch jetzt euer iPhone oder Android-Gerät und ladet das Spiel herunter. Das Beste daran ist nämlich, dass euch das Spiel im Grunde nicht einen einzigen Cent kostet. Ergo: Das ist ein Bingo!

Bingo

Florian Merz Verfasst von:

Florian rühmt sich damit, der größte Schwarzenegger-Fan der bekannten Welt zu sein und kennt sich auch so ganz gut mit Filmen, Serien und ganz besonders Videospielen aus. Arbeitet als Sales & Project Manager in Berlin; gibt sich hier auf dem Blog aber ganz privat die Ehre.

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