Videospiel-Romane: Von Resident Evil, Doom und Hitman

Videospiel-Romane: Schon lange sind Videospiele keine rein auf CDs oder Speicherdaten beschränkte Medien mehr. Stattdessen verwendet die Industrie hinter den Games Comics, Poster, Soundtracks, Spielfiguren und einen ganzen Haufen anderen Krimskrams, um ihre Spiele noch stärker an ihre Käuferschicht beziehungsweise Zielgruppe zu binden. Zum Beispiel im Falle von Rovios Angry Birds existieren unzählige Plüschtier-Varianten, Brettspiele und sogar eigene, via mitgelieferter Schleuder, durch die Gegend werfbare Plastikvögel. Darüber hinaus ist es jedoch das geschriebene Wort, was den Lore, also die Geschichte hinter der Geschichte eines Videospiels am Besten und umfangreichsten erweitert.

Folgend habe ich eine kleine Auflistung meiner favorisierten Videospiel-Romane zusammengefasst, die für den einen oder anderen Fan durchaus interessant sein kann. Nichtzuletzt deshalb, weil die Geschichten in den Büchern noch umfangreicher und ausschweifender erzählt werden (können), als es im Falle des Spieles ist. Ich möchte zudem zuvor darauf hinweisen, dass es sich um eine wirklich kleine Auswahl handelt. Mittlerweile finden sich zu unzähligen Spielen Unmengen an Romanen und Geschichten. Dementsprechend wird es nicht nur bei einem Blogbeitrag bleiben. Doch zunächst einmal meine erste Auswahl.

Hierbei sei angemerkt, dass es sich lediglich um Videospiel-Romane, ergo keine Fachliteratur handelt. Hierfür plane ich in der Zukunft einen gesonderten Beitrag zu veröffentlichen.

Videospiel-Romane: Resident Evil, Kombi-Band 1: Die Geburt des Bösen

Dieses Buch besteht gleich aus drei Videospiel-Romanen, die den Lore von Resident Evil um einen immensen Beitrag erweitern. Der erste Roman erzählt die Geschichte von Resident Evil Zero, während die Zweite Geschichte die Handlung des 1996 hierzulande für die PlayStation 1 veröffentlichte Resident Evil beinhaltet. Doch im Gegensatz zum Spiel, bekommt der Lesende die Geschehnisse innerhalb des von Zombies überranten Herrenhauses aus mehrern Perspektiven erzählt. So ist es unter anderem leichter zu verstehen, warum Wesker überhaupt so tickt, wie er es tut. Oder welche anderen Geheimnisse sich hinter den Mauern des Spencer Anwesen verstecken. Roman Nummer Drei hingegen erzählt ein bis dato nicht virtuell realisiertes Abenteuer der Truppe um Chris Redfield und Jill Valentine. – Lohnt sich für alle, die keinen besonders aufregenden Schreibstil erwarten und ihr Hintergrundwissen zu Resident Evil auffrischen möchten.

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Videospiel-Romane: DOOM, Band 1: Kneedeep in the Dead

Der Ego-Shooter Doom ist vielmehr für seine Genre-verändernden Spielmechaniken bekannt, denn seine Geschichte. Doch ist es den Autoren Dafydd ab Hugh und Brad Linaweaver dennoch gelungen, mit ersten Videospiel-Roman zu Doom eine spannend erzählte Hintergrundgeschichte zu erschaffen. Im Spiel selbst wird dem Spieler ohne große Worte eine Waffe in die Hand gedrückt und er selbst mitten in die Alien-Horden hineingeworfen. Im dazu geschrieben Roman verhält sich das ein wenig anders. Der Leser lernt die Person hinter der Waffe kennen und warum diese überhaupt auf den Mars gelangte. Was Anno dazumal noch mit einem kleinen Pressetextchen auf der Verpackung erledigt wurde, ist in dem vorliegenden Videospiel-Roman auf über 300 Seiten durchaus positiv gestreckt worden. Natürlich hat der Roman seine Längen, aber mal ehrlich, alleine schon der Versuch, Doom eine sinnvolle Geschichte zu entlocken, sollte mit einem Abzeichen prämiert werden. – Das Buch eignet sich für all diejenigen, die Fan von Doom 3 sind und sich mit dem Roman auf den kommenden vierten Teil der Serie einstimmen wollen. 

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Videospiel-Romane: WarCraft, Band 1: Der Tag des Drachen

Noch bevor Blizzard mit World of WarCraft so richtig durchstartete, erweiterte das Unternehmen die Geschichte des WarCraft-Universums um zahlreiche Videospiel-Romane. Der Erste hiervon, war der Roman Der Tag des Drachen. In diesem tauchen zum allerersten Mal Figuren und Charaktere auf, die erst lange später in der Onlinewelt zu finden waren. Einige der genannten Figuren erlangten dermaßen Berühmtheit, dass sie sogar über mehrere Spiele hinweg, von Blizzard eingesetzt wurden. – Der Tag des Drachen lohnt sich besonders für Fans von World of Warcraft und auch den Gamern, die besonders von Hearthstone: Heroes of Warcraft angetan sind.

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Videospiel-Romane: Hitman: Der innere Feind

Neben seinen virtuellen Abenteuern, muss Agent 47 auch in Papierform fiese Gestalten auf sehr kreative Art und Weise um die Ecke bringen. Im Grunde fühlt sich das gesamte Buch wie eine etwas größere Mission aus den Spielen Hitman 2: Silent Assassin oder Hitman: Blood Money an. Der Leser wird zum stummen Beobachter, wie 47 seine Mission plant, das Ziel ausfindig macht und dann zuschlägt. Doch im Gegensatz zur Videospielvorlage, geschehen im Buch noch andere Dinge, auf die der kahlköpfige Profikiller reagieren muss. – Wer auch nach Absolution nicht genug von Agent 47 kriegen kann, darf gerne einen Blick in den locker geschriebenen Roman von William C. Dietz werfen.

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Florian Merz Verfasst von:

Florian rühmt sich damit, der größte Schwarzenegger-Fan der bekannten Welt zu sein und kennt sich auch so ganz gut mit Filmen, Serien und ganz besonders Videospielen aus. Arbeitet als Sales & Project Manager in Berlin; gibt sich hier auf dem Blog aber ganz privat die Ehre.

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