Wie der Watchmen-Film hätte enden sollen

Für eine sehr lange Zeit galt es als ungeschriebenes Gesetzt, dass der von Alan Moore und Dave Gibbons geschaffene Roman Watchmen nicht verfilmt werden kann. Zu umfangreich ist die Geschichte, zu facettenreich sind die Charakteristiken der handelnden Figuren. 2009 ist es aber Zack Snyder gelungen, eine, wenn auch teils sehr stark gekürzte Version, ins Kino zu bringen. Dazu zählt auch das Ende. Während im Film die Welt durch eine Täuschung und verdrehte Tatsachen geeint wird, hätte im Comicbuch künstlich geschaffene Wesen die verfeindeten Nation einen sollen, wie die letzten Seiten des Comics zeigen.

watchmen11a watchmen11b watchmen11c watchmen11d watchmen11e watchmen11f

In einem Interview mit Coming Soon sprach nun Produzent Joel Silver über ein alternatives Ende des Watchmen-Film. Silver selbst hatte sich bereits vor einigen Jahren mit einer möglichen Verfilmung des Comics beschäftig, doch wurde daraus bekanntlich nichts. Wäre es aber dazu gekommen, hätte das Filmende noch wenigeren Bezug zur Vorlage besessen. 

Watchmen-Film – Das Interview

Laut Silver hätte am Ende des Films Ozymandias Dr. Manhattan dazu überredet in die Vergangenheit zurückzureisen, um sich selbst davon abzuhalten, erschaffen beziehungsweise zu einem Überwesen zu werden. Aus dem daraus resultierenden Zeitvortex wären alle Superhelden nichts weiter als einfache Comicfiguren. Bis auf Rorschach, Nite Owl und Silk Spectre. Diese fänden sich auf den Time Square wieder, während ein Kind die Drei als Comichelden erkennt.

„He had the Ozymandias character convince, essentially, the Doctor Manhattan character to go back and stop himself from being created, so there never would be a Doctor Manhattan character. He was the only character with real supernatural powers, he went back and prevented himself from being turned into Doctor Manhattan, and in the vortex that was created after that occurred these characters from “Watchmen” only became characters in a comic book.

So the three characters, I think it was Rorschach and Nite Owl and Silk Spectre, they’re all of the sudden in Times Square and there’s a kid reading a comic book. They become like the people in Times Square dressing up like characters as opposed to really BEING those characters. There’s a kid reading the comic book and he’s like, “Hey, you’re just like in my comic book.”

 – Joel Silver für Coming Soon

Der Comic Watchmen wurde in mehreren Ausgaben in den Jahren 1986 und 1987 in den USA veröffentlicht. Die deutschen Erstausgaben wurden 1989, aufgeteilt auf sechs Bände, veröffentlicht. Handlungsort ist eine fiktive Version der Welt in den 1980er Jahren. Der Kalte Krieg spitzt sich zu und droht jeden Augenblick zu eskalieren. Superhelden sind keine Fiktion und arbeiten zum Teil für die Regierung. Zack Snyders Watchmen-Film erschien 2009 in den hiesigen Lichtspielhäusern.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.