Zu viele Spiele

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Dieses Bild steht hier nur symbolisch für den Textinhalt und spiegelt nicht meine gegenwärtige Situation wieder. Danke.

Mein Herz springt im Dreieck; der Schweiß auf der Stirn. Die Kreditkarte ist schneller gezückt, als Lucky Luke seinen Schatten erschießen kann. Mit fast schon zittrigen Fingern gebe ich meine Konto-Daten in das Steam-Formular ein; jede Zahl wird mehrfach kontrolliert. Es könnte sich ja eine Falsche darunter befinden. Als dann aber alle Zahlen korrekt und dreifach geprüft eingeben sind, wandert die Maus auf die „Jetzt kaufen“-Schaltfläche. Ich zögere einen Moment. Soll ich wirklich die Kohle investieren, um noch mehr Spiele meiner Steambibliothek hinzufügen, die ich im Endeffekt nicht eine Minute spielen werde?

Ja! Ich muss das tun; ich will sie haben. Alle. Unbedingt. Scheiß auf die Kohle und scheiß auf die unzähligen anderen Spiele, die ich noch nicht durch- geschweige denn überhaupt angespielt habe. Ich lehne mich zurück und starre auf den Bildschirm, als meine Hand auf die linke Maustaste herabsinkt. Bereits wenige Millisekunden danach steigt die Zahl meiner Spiele in der Steam-Bibliothek auf über 200. Befriedigt wende ich meinen Blick nach rechts und bekomme einen kleinen Schock: Nicht nur, dass meine digitale Spielebibliothek fast schon gigantische Ausmaße angenommen hat, nein auch im Regal neben dem Fernseher türmen sich die Spiele hoch und immer höher. Und ich komme einfach nicht hinterher! So viele Spiele, aber so wenig Zeit!

Okay, das klingt wie ein Problem der Marke #FirstWorldProblems, aber tatsächlich hat das Ganze fast schon krankhafte Züge angenommen. Man sieht ein Spiel und will es haben. Und das, trotz des Wissens, dass man noch unzählige ungespielte Exemplare zuhause liegen hat. In meinem Fall rede ich mir das gerne mit der Ausrede schön, dass sie rein für die Sammlung seien. Das ist ja schön und gut, wenn ich sie dann aber wenigstens anspielen würde. Aber ich tue es einfach nicht. Der „Pile of Shame/Stapel der Schande“ wird höher und höher. Ein guter Bekannter von mir hat sich in seinem Blog bereits einmal stärker mit diesem Stapel auseinandergesetzt und einen Beitrag dazu veröffentlicht.

Ich möchte diesen Stapel nun wesentlich drastischer angehen. Daher wird komplett ausgemistet, der Counter auf null zurückgesetzt. Im Klartext heißt das, dass ich in den kommenden Wochen meine gesamten Videospiele ausmisten, verkaufen oder verschenken werde. Lediglich die Xbox One, der Nintendo GameCube und die Nintendo Wii sowie einige Handheld-Geräte bleiben in meinem Besitz. Darüber hinaus setze ich mir die strenge Limiation von maximal 35 Spielen, die ich behalten werde. Einige Spiele habe ich einfach zu sehr lieb gewonnen, als das ich sie „entsorgen“ möchte oder könnte.

Nach der Säuberungsaktion werde ich hier nochmal über das Ganze schreiben und darüber berichten, was denn nun übrig geblieben ist und ob ich mich überhaupt dazu aufraffen konnte, tatsächlich diesen Schritt zu wagen. Wie gesagt, #FirstWorldProblems.

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